Mind the (Knowledge Action) Gap!

5 Gründe, warum wir prokrastinieren

Wir wissen, was wir tun müssen, um gesünder zu leben.
Wir wissen, was wir tun müssen, wenn die Beziehung oder unsere Kinder zu kurz kommen.
Wir wissen, was wir tun müssen, um zu sparen.
Wir wissen, was wir tun müssen, um glücklicher im Job zu sein.
Wir wissen, was wir tun müssen, um die CO2-Bilanz zu verbessern.
Wir wissen es.

Das Leben belohnt uns jedoch nicht nur für das, was wir wissen, sondern vor allem für das, was wir tun.

Klingt logisch? Und ist es auch. Macht die Dinge aber nicht leichter, denn das wirklich Schwierige ist der Schritt, unser Wissen ins Machen zu übersetzen. Prokrastination ist der größte Dieb für die Erreichung unserer Ziele und Träume. Viele von uns haben es schon selbst erlebt: Anstatt endlich mit etwas längst Überfälligen zu starten, schieben wir diese Dinge vor uns her und widmen uns lieber angenehmeren Beschäftigungen und dafür gibt es mindestens:

Fünf Gründe!

#1

Bequemlichkeit

Wahrscheinlich ist Bequemlichkeit der häufigste Grund. Oft braucht es weniger Energie eine plausible Ausrede zu finden, als ins Machen zu kommen. Denn unser Gehirn lenkt uns nur zu gern zu den Aufgaben, bei denen der Körper auf Sparflamme arbeitet, und deshalb befinden wir uns auch so gern in unserer geliebten Komfortzone. Wir beschäftigen uns mit belanglosen Dingen, um uns vom schlechten Gewissen zu befreien. Aufschieben fällt also wesentlich leichter als Anpacken.

#2

Zerdenken

Auch ganz oben im Ranking – wir zerdenken unser Wissen, fühlen uns noch nicht bereit, verschleiern Probleme, finden mehrmals Gründe, warum etwas nicht funktionieren könnte, es doch gar nicht so schlimm ist, warum jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt ist oder wir darauf warten, dass sich die Umstände um uns herum ändern und wir dann vielleicht gar nicht mehr handeln müssen.

#3

Kurzzeitbefriedigung

Lieber paar belanglosere Mails, als etwas Fundamentales zu erledigen, lieber sinnloses Scrollen am Smartphone, als ein wertvolles Buch zu lesen, lieber Netflix & Co zu schauen, als zum Sport zu gehen, lieber die leckere Schokolade, statt den Salat zu essen – all das gibt uns sofortige Befriedigung und vermittelt uns laut Studien ein scheinbares kurzanhaltendes Glücksgefühl.

#4

Übermut

Oft sind wir nach Seminaren, zum Jahreswechsel oder in einer neuen beruflichen Rolle voller Tatendrang und wollen dann gleich alles umkrempeln. „So, ab heute werde ich eine Stunde früher aufstehen, mehr lesen, mehr arbeiten, jeden Tag Sport machen, gesünder essen ….“. Gleichzeitig mehrere neue Dinge anzugehen, geht meist schief und kurz darauf tritt dann aus lauter Frust die pauschale Prokrastination ein.

#5

Fehlende Identifikation

Gerade Aufgaben vom Vorgesetzten oder gesellschaftliche Zwänge bewirken oft ein Prokrastinieren. Das Wissen ist zwar da, aber die innere Haltung fehlt. Wir zögern Dinge heraus, weil gesetzte Ziele, Vorsätze oder Ideale nicht mit unseren Bedürfnissen oder Lebensumständen übereinstimmen.

Ist der Gap zwischen Wissen und Machen die Trennlinie zwischen Misserfolg und Erfolg und Frust und Zufriedenheit? Ist Selbsterkenntnis der Schlüssel zum Handeln? Was hilft uns konkret in Sachen Antiprokrastination, um ins Momentum zu kommen?

4 Mind Hacks gegen Prokrastination:

Frag dich, warum

Das ist der erste Schritt, um dem Machen einen Schritt näher zu kommen. Wann immer du den Drang bemerkst, etwas aufzuschieben, frag dich direkt selbst: „Warum schiebe ich das auf?“ Dann sieh dir die Antworten oder gar Ausreden genau an. Durch die Selbstbeobachtung wird meist klar: Es gibt immer einen Grund für den Aufschub. Nur so kannst du die innere Haltung verändern.

Kleine Schritte, großer Fokus

Wenn wir zu viele Dinge gleichzeitig verändern, kann uns das schnell überfordern und dann frustrieren. Neue Gewohnheiten kommen nicht ins Momentum und wir landen genau dort, wo wir angefangen haben. Deshalb mach´ kleine Schritte und die dafür richtig. Wenn wir eine grundlegende Gewohnheit verinnerlichen wollen, hilft es, am Anfang eine Art Initialdosis zu geben. Wer zum Beispiel mit Yoga anfangen will, sollte vielleicht mit einem Anfänger-Retreat starten. Das hilft enorm, die Vorteile von Yoga durch die Intensität stärker positiv abzuspeichern und damit seine Grundhaltung zu festigen.

Visualisierung

Manchmal sind Aufgaben, Ziele und Vorsätze schwer greifbar oder unkonkret. Dann ist es ein großer Anschub, das Ganze im Kopf in Zwischenschritte zu teilen und das Ergebnis und die Vorteile der erledigten Aufgaben/der Veränderungen durchzugehen.

If it’s not in your calendar or on your list, it doesn’t exist

Unbedingt Dinge wie „Ich müsste mal wieder…“ oder „Ich sollte endlich …“ in den Kalender eintragen. Die Aufgabe kann dann auch mal paar Tage geschoben werden, aber wir behalten sie im Kopf. Dieses ständige offensichtliche Weiterschieben macht uns ein schlechtes Gewissen, das dazu führt, dass wir die Dinge tatsächlich angehen. Und wer To-do-Listen führt: Besser aus den To-dos Results machen und To-do-Listen in Result-Listen verwandeln. Dann schließlich machen wir die Aufgabe, um ein Ergebnis zu erreichen.

Also JUST DO IT!

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